Schulprogramm

Im Spannungsfeld zwischen Tradition und Moderne – hier befindet sich die Gewerbeschule Nahrung und Gastronomie. Von außen fügen wir uns in das historische Bild der Lübecker Altstadt ein, innen bieten wir eine umfassende berufliche Bildung mit moderner Ausstattung. Wir fühlen uns zuständig für die Menschen in unserer Region, für Fort-, Aus- und Weiterbildung.

Neben der Wahrung von Traditionen nehmen wir auch aktuelle Entwicklungen in unser Schulleben auf. Dieses für alle Interessierten zu veranschaulichen, ist ein Ziel unseres Schulprogramms.

Die klassische Ausbildung im dualen System wird von uns vervollständigt durch berufsvorbereitende und berufsfortführende Angebote. Damit leisten wir einen Beitrag zu den gesellschaftlichen Herausforderungen.

Die Aktivitäten an unserer Schule werden bereichert durch Schülerinnen und Schüler, die aus ganz Schleswig–Holstein und den angrenzenden Bundesländern kommen. Auch Schüler-Innen mit Behinderungen haben hier ihren selbstverständlichen Platz.

Wir LehrerInnen versuchen, unsere SchülerInnen ganzheitlich zu fördern. Dazu entwickeln wir uns ständig weiter und bemühen uns auch um die Ausbildung von jungen Nachwuchskräften.

Das Schulprogramm stellt die Leitsätze unseres Kollegiums dar. Sie werden von jeder Abteilung mit konkreten Inhalten gefüllt und umgesetzt.

Ein Ausdruck unseres Gestaltungswillens sind die Ziele, die wir aus diesen Leitsätzen entwickelt haben. Zukünftig möchten wir uns diesen selbst gesteckten Zielen nähern und uns daran messen lassen.

Die Entwicklung zu mehr Selbstständigkeit der Berufsbildenden Schulen versetzt uns in die Lage, die Herausforderungen der Zeit anzunehmen.

Wir begreifen Schule als einflussnehmenden Lern-, Lebens- und Erfahrungsraum für uns alle. Wir betreiben intensive Qualitätsentwicklungen nach AZAV. Das gesamte Qualitätsmanagment im Bereich der Gewerbeschule - Nahrung und Gastronomie wird kontinuierlich weiter ausgebaut. Dies alles gilt auch für den Bereich Arbeitsförderung.

 

Leitsätze der Gewerbeschule Lübeck

 

Wir sind ein engagiertes und motiviertes Kollegium mit einer hohen fachlichen Kompetenz.

  1. Die LehrerInnen haben in der Regel eine Berufsausbildung, Praxiserfahrung und sichern die fachlichen Qualifikationen durch kontinuierliche Fort- und Weiterbildung.
  2. Viele landesweite Fortbildungen werden von unseren KollegInnen organisiert. Fortbildende schulinterne Veranstaltungen haben Tradition. Schulergänzende Aufgaben werden mit überdurchschnittlicher Einsatzbereitschaft übernommen. Neuerungen wird mit Offenheit begegnet.
  3. Die LehrerInnen unterrichten in der Regel in den Berufsgruppen, in denen sie eine Berufsausbildung absolviert haben. Auch dadurch ist eine Praxisorientierung des Fachunterrichts gewährleistet.
  4. LehrerInnen mit unterschiedlichen Ausbildungen und verschiedenen Schwerpunkten bilden ein kompetentes Ganzes.
  5. Die LehrerInnen haben eine vielfältige methodische Kompetenz. Unterschiedliche pädagogische Ansätze werden erprobt.
  6. Die Gewerbeschule fühlt sich verpflichtet LehrerInnennachwuchs aufzunehmen und auszubilden.

Wir gehen miteinander verantwortungsvoll, freundlich, hilfsbereit und wertschätzend um.

Unser Ziel ist es, mit anderen Menschen und deren Werten und Zielen respektvoll umzugehen. Wir wollen Konflikte annehmen und bearbeiten:

verantwortungsvoll und verbindlich,

vorausschauend aber nicht einengend,

leitend aber nicht beherrschend.

 

Wir sind für SchülerInnen, KollegInnen, AusbilderInnen und Eltern über den Unterricht hinaus Ansprechpartner. Den SchülerInnen bieten wir Hilfe in Berufs- und Lebensfragen an. Zusätzlich gibt es VertrauenslehrerInnen, Schülervertretung, Ausbilder- und Elternsprechtage.

 

Wir fördern die Teamentwicklung.

 Wir fördern die Zusammenarbeit durch:

  • schulinterne Fortbildungen (z.B. EDV-Schulungen, Methoden- und Fachfortbildungen),
  • intensive Schulentwicklungsarbeit ( Schulprogramm, Einschulungskonzept, SCHILF-Tage),
  • unterrichtliche Verknüpfung (Projektarbeiten, Lernfeldabsprachen, Teamteaching)

und legen die Grundlage für ein verbessertes Verständnis füreinander auch durch unsere regelmäßig stattfindenden traditionellen Festlichkeiten im Kollegium (z.B. Nikolausfeier, Martinsgans-Essen, Sommerfest).

 

Des Weiteren unterstützen die verschiedensten Veranstaltungen für Ausbilder und Berufsverbände nicht nur die Verknüpfung mit der Arbeitswirklichkeit, sondern wirken auch auf die Teamentwicklung im Klassenverband.

 

Wir gestalten unseren Unterricht praxisorientiert.

 Die Praxisorientierung ist bei uns Unterrichtsprinzip. Das bedeutet, dass zur Fachkunde auch die Fachpraxis zählt, die im Idealfall in Doppelbesetzung durchgeführt wird.

 

Unsere Aktivitäten sind schülerorientiert.

 Sie sollen die SchülerInnen optimal für den Beruf motivieren. Sie beschränken sich nicht allein auf den Unterricht. Die Gewerbeschule Nahrung und Gastronomie ermöglicht ihren SchülerInnen berufsfördernde Erfahrungen, wie die Teilnahme an Wettkämpfen und Sonderveranstaltungen. Sie unterstützt sie in ihrer persönlichen Entwicklung.

 

Durch einen Schüleraustausch mit Partnerschulen z.B. in Frankreich bieten wir den SchülerInnen die Chance, auch internationale Erfahrungen zu sammeln.

Unser Ziel ist es, die Atmosphäre an unserer Schule persönlich, schülerfreundlich und integrierend zu gestalten.

 

Wir sind eine Schule mit einem hohen Anspruch an die Ausstattung der Fachräume.

  1. Die Schule verfügt über Werkstätten, die stets auf dem neuesten Stand gehalten und gepflegt werden müssen, um einen praxisgerechten Unterricht zu ermöglichen.
  2. Die Ausstattung der Werkstätten genießt von Seiten der Wirtschaft ein hohes Ansehen. Die Räume werden für Prüfungen im Rahmen der Berufsvorbereitung, der Erstausbildung sowie der Weiterqualifizierung genutzt.
  3. Die Schule verfügt über Fachräume mit multimedialen Möglichkeiten, die nach methodisch-didaktischen Gesichtspunkten optimal eingesetzt werden können.

Die Schulleitung fühlt sich einem kooperativen Führungsstil verpflichtet

Die Schulleitung nimmt ihre Aufgaben vor dem Hintergrund des Schulgesetze und ihres in der Dienstordnung fest geschriebenen Verantwortungsbereiches im konstruktiven Dialog und kooperativen Verhältnis zu allen Bildungs- und Funktionsbereichen wahr.

Die Schulleitung ist immer ansprechbar und pflegt engen Kontakt zu dem Kollegium.

Die Schulleitung fordert in Teilbereichen Einzelne und Teams auf, Verantwortung für die Organisation zu übernehmen.

Die Öffentlichkeitsarbeit der Schule wird von der Schulleitung als wichtig angesehen.

Die Schulleitung fördert die Teilnahme an und die Durchführung von Fortbildungsveranstaltungen.

Die Schulleitung hat das Bestreben die Eigenverantwortung der AbteilungsleiterInnen zu stärken.

 

 

Schulformen

 

Berufsvorbereitung:

Das „Ausbildungsvorbereitende Jahr" (AVJ) wendet sich an SchülerInnen, die sich aus unterschiedlichen Gründen in der Berufsorientierung befinden. In einer der AVJ-Klassen wird in allen Fächern integrativ unterrichtet. Die SchülerInnen lernen in den Werkstätten des Nahrungsgewerbes, der Gastronomie, bei der Bewirtschaftung des Schulbistros sowie im Betriebspraktikum ihre zukünftigen Berufe kennen. Der Erwerb eines dem Hauptschulabschluss gleichwertigen Abschlusses ist möglich.

 

Berufsschule:

Die Basis und das Zentrum der Gewerbeschule bildet die klassische Berufsschule, die während der Berufsausbildung für den theoretischen Teil im Dualen System zuständig ist. Alle Berufe werden in wöchentlichem Unterricht an ein oder zwei Tagen oder im Block unterrichtet.

 

Die Ausbildungsberufe...

 

... des Nahrungsgewerbes

BäckerInnen, FleischerInnen, in der Landesberufsschule KonditorInnen und SpeiseeisherstellerInnen, sowie FachverkäuferInnen im Lebensmittelhandwerk mit den Schwerpunkten Bäckerei, Konditorei oder Fleischerei

 

... des Gastgewerbes

KöchInnen, Restaurantfachfrauen und -männer, Hotelfachfrauen und -männer, Fachfrauen und -männer für Systemgastronomie, Hotelkauffrauen und -männer, FachgehilfInnen im Gastgewerbe

 

... der Naturwissenschaften

Biologie- und ChemielaborantInnen

 

Weiterbildung:

Die Fachoberschule (FOS)/Berufsoberschule (BOS) ermöglicht SchülerInnen, die eine abgeschlossene Berufsausbildung in verschiedenen Berufsfeldern sowie den Mittleren Abschluss vorweisen können, den Erwerb der Fachhochschulreife nach einem Jahr. Das zweite Jahr schließt mit der fachgebundenen Hochschulreife ab (Allg. Hochschulreife, wenn eine zweite Fremdsprache gewählt wird). Der Unterricht konzentriert sich auf verschiedene Lernfelder, die zentrale Bereiche der Ernährungsberufe abdecken. Hauptaugenmerk dieser Schulform ist die Vorbereitung und Qualifizierung für ein späteres Studium.

 

Hotelfachschule:

Die Hotelfachschule (HFS) bietet SchülerInnen die Möglichkeit, sich für Führungspositionen oder ein späteres Studium zu qualifizieren. Die Fachhochschulreife kann auch hier nach zwei Jahren erworben werden. Die SchülerInnen haben eine Ausbildung und Berufserfahrung in der Gastronomie und qualifizieren sich in zwei Jahren Vollzeitunterricht unter anderem in den Bereichen Betriebswirtschaft, Rechnungswesen, Datenverarbeitung, Sprachen und Mitarbeiterführung. Unter allen Hotelfachschulen in Deutschland können die SchülerInnen nur an unserer HFS gleichzeitig nach einem Jahr den Meisterbrief in ihrem Beruf erwerben.

 

Stand: März 2014

 

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AZAV-Zertifikat, Certqua, gültig bis 2023
2018.04.04 Zertifikat AZAV bis 2023.pdf
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